"...hat Weltnivau! Wirkschule und Malimo"

150 Jahre Wirkschule Limbach - 70 Jahre Malimo-Patent

zwei Jubiläen für Limbach-Oberfrohna

Limbach im Jahr 1869: ein Industriedorf, von der Textilherstellung geprägt, auf dem besten Wege zur Stadt. Bereits seit 150 Jahren kamen hochwertige Strümpfe und bald auch Handschuhe oder Trikotagen aus Limbach und Region. Die sich nun rasch entwickelnde maschinelle Fertigung stellt immer höhere Anforderungen an das Personal: Fachkräfte sind gefragt! Fabrikbesitzer und Industrielle errichten die Erste Wirkschule der Welt mit Schülern aus nah und fern. Gustav Willkomm ist ihr langjähriger Direktor, der die wissenschaftlich fundierte Ausbildung in Wirkereitechnologie begründet und die Schule zur Weltgeltung führt.

Limbach im Jahr 1949: ein junger, hartnäckiger Erfinder meldet ein Patent für ein „Verfahren zur Herstellung eines Kettelwebstoffes“ an. Jetzt muss Heinrich Mauersberger noch beweisen, dass mit seiner Idee eine neue Art der Stoffherstellung möglich ist. In Betrieben vor Ort startet er erste Versuche. Die Geschichte von Malimo beginnt. 1964 wird das Nähwirkverfahren ein weltweit eingetragenes Warenzeichen und ist noch heute eine Technologie mit Weltniveau.

Die Ausstellung will beide Ereignisse als maßgeblich für die industrielle Entwicklung in Limbach-Oberfrohna und Region würdigen und besonders die enge Verbindung zwischen Ausbildung bzw. Theorie/Idee, Textilproduktion und Maschinenbau beleuchten. Anschaulich werden bekannte und weniger bekannte Aspekte der beiden Themen mit Hilfe einer Landkarte und in der Begegnung mit den Orten des Geschehens vermittelt und begehbar/begreifbar gemacht.

 

Führungen durch die Austellung am 28.9. und am 20.10.2019, jeweils 14 Uhr oder nach Anmeldung.

28.9.2019, 14.45 Uhr Stadtführung zu den Orten der Wirkschule und Malimos, Treffpunkt Esche-Museum

 

 

 

Vortraggespräch "Malimo" mit Zeitzeugen

Am 19.9.2019 findet um 19 Uhr im Esche-Saal ein Vortragsgespräch mit Zeitzeugen zum Thema "Malimo" statt. Unter anderem wird Peter Zeisberg auf die technische Entwicklung, die Visionen und die Hürden der neuen Technologie und auf persönliche Begnungen mit dem Erfinder zurückblicken. Als besonderer Gast wird Frau Lisa Mauersberger, die Witwe von Heinrich Mauersberger begrüßt.