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    Handwirkstühle, Foto Esche-Museum

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    Johann Esche / Helena Dorothea von Schönberg, Foto Träupmann

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    Zunftladen der Strumpfwirkerinnungen von Limbach und Oberfrohna, Foto Rokitta

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    Wirkerstube, Foto Rokitta

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    Verzierungen der Sparkasse Oberfrohna, Foto Rokitta

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    Historische Handpuppen, Foto Rokitta

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    Stempel und Siegel von Limbach und Oberfrohna, Foto Rokitta

Wirkerhandwerk und Ortsgeschichte

Mit der Dauerausstellung laden wir Sie auf eine Reise durch über 300 Jahre Textilgeschichte ein. Im Zentrum steht die Wirkerei, einer der wohl kompliziertesten Techniken in der Textilherstellung. Zu entdecken gibt es, wer den Wirkstuhl erfunden sowie erstmals gebaut hat, und wie sich die Wirkerei in ganz Europa verbreitete. Die technische Entwicklung der Wirkstühle kann in unserer Ausstellung an der deutschlandweit wohl größten Sammlung funktionsfähiger Wirkstühle erlebt werden.

Hergestellt wurden zunächst vor allem Strümpfe, später auch Handschuhe. Erfahren Sie in der Ausstellung, welche Arbeitsschritte nötig waren, bevor die Produkte in den Handel kommen konnten.

Limbach-Oberfrohna war ein Zentrum der Wirkerei in Sachsen. Der Ort entwickelte sich rasant vom Wirkerdorf zur Industriestadt. Einer der Pioniere der Wirkerei war der Strumpfwirker Johann Esche. Er und seine Familie prägten über Generationen die Industrialisierung in Westsachsen. Ihnen zu Ehren trägt heute das Museum den Namen „Esche“. In der Dauerausstellung erleben Sie anhand zahlreicher einmaliger Exponate, wie eng die Orts- und Regionalgeschichte mit der Industriegeschichte verbunden ist.

Politisch und ökonomisch engagierten sich die Rittergutsbesitzer in Limbach, die von Schönbergs, für die Entwicklung des Ortes. Vor allem George Anton von Schönberg und nach seinem Tod seine Witwe Helena Dorothea von Schönberg förderten die Ansiedlung von Wirkermeistern im Ort und ebneten bereits im 18. Jahrhundert den Weg für Zunft- und Marktrecht. 1883 erhielt Limbach auch das Stadtrecht. Außerdem konnte in Limbach die erste Wirkschule mit Weltgeltung unter der Leitung von Professor Gustav Willkomm gegründet werden.